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Japanische Forscher klonen erstmals geklontes Rind

Drei Generationen genetisch identischer Tiere

Tokio (AP) Japanischen Wissenschaftlern ist es nach eigenen Angaben weltweit zum ersten Mal gelungen, ein geklontes Rind noch einmal zu klonen. Die Züchtung des Kalbes, das am Sonntagabend geboren wurde, ist Teil eines Studie über die Lebenserwartung geklonter Tiere, erklärten die Wissenschaftler des Entwicklungsinstitutes der Aufsichtsbehörde für Rinderzucht in Kagoshima am Montag.

Die drei Generationen der genetisch identischen Rinder - das ursprüngliche Tier und die beiden Klone - werden in dem südjapanischen Institut untersucht. «Es gibt Vermutungen, dass geklonte Tiere möglicherweise nicht so gesund sind oder nicht so lange leben wie normale Tiere», sagte Norio Tabara, einer der beteiligten Forscher. In den USA war bereits ein ähnliches Experiment mit Mäusen geglückt. Größere Tiere wurden nach Angaben der japanischen Forscher bislang aber noch nie in der zweiten Generation geklont.

Für die Züchtung des jetzt geborenen Kalbes wurde dem ersten Klon einer Kuh im April 1999 Hautgewebe vom Ohr entnommen. Diese Zellen wurden mit einem unbefruchteten Ei verschmolzen, dem zuvor der Zellkern entfernt worden war. Eine andere Kuh trug den so entstandenen Embryo aus und gebar am Samstag ein 44 Kilo schweres Kalb. Auf die gleiche Art soll im März ein zweites Kalb zur Welt kommen. Klonen bedeutet für die Zucht eine erhebliche Zeitersparnis, weil dafür bereits Hautgewebe von drei Monate alten Tieren verwendet werden kann. Normalerweise sind Rinder erst mit 14 Monaten geschlechtsreif.

Trotz des möglichen Gewinns für die Forschung besteht der eigentliche Zweck des Instituts in der Produktion möglichst schmackhaften Fleisches. In Japan wird Fleisch geklonter Rinder bereits im Supermarkt verkauft. Im April 1999 hatte die Regierung angekündigt, auch den Verkauf von nicht-gekennzeichnetem Klonfleisch zuzulassen und damit einen landesweiten Rindfleischboykott verursacht.

Copyright 2000 The Associated Press

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