Zehn Jahre Gen Suisse - der Dialog geht weiter.
Bern, den 21. November 2001. Die Stiftung Gen Suisse feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Die Jubiläumsschrift "Gentechnik-Zeitreise von 1991 bis 2001" hält das ereignisreiche Jahrzehnt aus wissenschaftlicher, politischer und öffentlicher Sicht fest. Verstärkt mit neuen Stiftungsmitgliedern nimmt Gen Suisse die nächsten Jahre Dialogarbeit in Angriff.
"Gentechnik-Zeitreise"
Gen Suisse nimmt ihren runden Geburtstag zum Anlass, das letzte
Jahrzehnt aus Sicht der Wissenschaft, Politik und öffentlichen
Wahrnehmung Revue passieren zu lassen. In der Jubiläumsschrift
"Gentechnik-Zeitreise von 1991 bis 2001" begegnen den Leserinnen
und Lesern "Dolly", goldene Reiskörner, verbrannte Felder,
demonstrierende Forscher, eine Krebsmaus, die Antimatsch-Tomate,
eine Fliege mit vierzehn Augen, Medikamente aus Schafmilch und
vieles mehr.
Mit der Bevölkerung im Gespräch
Zeit ihres Bestehens pflegt die Stiftung den direkten Kontakt mit
der Bevölkerung. Die Gen-Suisse- Mitglieder traten an
zahlreichen Fachsymposien, Medienseminaren sowie Publikums- und
Schülerveranstaltungen auf. Mehr als eine Million Exemplare
der Gen-Suisse-Broschüren wurden über Infoline und
Website bestellt. Nach der Abstimmung über die
"Gen-Schutz-Initiative" im Sommer 1998 war für Gen Suisse
klar: Der Dialog muss weitergehen. Deshalb lancierte die Stiftung
die "Tage der Genforschung", eine jährlich wiederkehrende
Publikumsveranstaltung, die mittlerweile von namhaften
Organisationen wie dem Schweizerischen Nationalfonds und den
Akademien der Medizinischen und Naturwissenschaften mitgetragen
wird.
Personell verstärkt ins neue Jahrzehnt
"Die nächsten zehn Jahre dürften nicht minder
ereignisreich werden als die vergangenen", ist
Stiftungspräsident Prof. Dr. Richard Braun überzeugt. Die
derzeitige, emotional geprägte Debatte rund um transgene
Pflanzen mache dies deutlich. Aber nicht nur im Agrobereich gibt es
noch viel Dialogarbeit zu tun. Auch in der Medizin bilden
Informationen zu neuen Themen wie der Stammzellenforschung die
Grundlage für eine breite Diskussion. Deshalb hat sich Gen
Suisse mit der Aufnahme zusätzlicher Wissenschafter in den
Stiftungsrat verstärkt. Es sind dies die Professoren Alois
Gratwohl, Hansjakob Müller, Patrick Linder, Ernst Hafen, Peter
Gehr und Bernard Sordat.
Wechsel der Geschäftsführung
Nach mehr als achtjähriger Tätigkeit für die
Stiftung Gen Suisse wird Anita Holler per Ende 2001 als
Geschäftsführerin zurücktreten. Mit einer guten
Kombination von Zielstrebigkeit und Kreativität habe Anita
Holler wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Stiftung einen
guten Namen über die Landesgrenzen hinaus gemacht habe,
würdigte der Stiftungspräsident die abtretende
Geschäftsführerin. Ihre Nachfolge tritt der Mikrobiologe
Kurt Bodenmüller an, der Gen Suisse bereits seit zwei Jahren
wissenschaftlich begleitet hat.
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Letzte Änderung: 2003-07-22 00:00:00