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Pharma-Handelsbilanz: Schweiz weltweit an der Spitze

Basel (ots) Die Schweiz exportierte 1998 für 18,4 Milliarden Franken Pharma-Produkte, was einer Steigerung um 9,8 Prozent entspricht. Der Exportüberschuss in der Pharma-Handelsbilanz der Schweiz konnte letztes Jahr auf 10,9 Milliarden Franken erhöht werden. Die Schweiz liegt damit weltweit an der Spitze, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten statistischen Publikation "Pharma-Markt Schweiz" der Pharma Information hervor.

Das aktualisierte "Gelbe Büchlein" der Pharma Information fasst als statistisches Standardwerk Daten über den Pharma-Markt Schweiz zusammen und zeigt Trends auf. Bei der Handelsbilanz schneidet die Schweizer Pharma-Branche im Jahr 1998 mit einem um 5 Prozent gesteigerten Exportüberschuss von 10,9 Milliarden Franken erneut sehr gut ab. Total exportierte die Schweiz 1998 für 18,4 Milliarden Franken pharmazeutische Produkte oder 9,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die wirtschaftliche Bedeutung des Pharma-Exports an der gesamten Ausfuhr ist erneut gestiegen. Die Schweizer Pharma-Exporte von 18,4 Milliarden entsprechen 59 Prozent des gesamten schweizerischen Chemieexportes oder 17 Prozent des gesamten Exportvolumens aus der Schweiz. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz bei der Pharma-Handelsbilanz weltweit klar und mit grossem Abstand an der Spitze. Die Vergleichszahlen von den EU-Staaten liegen erst für 1997 vor. Mit einem Pharma-Export-Überschuss von 10,4 Milliarden Franken lag die Schweiz vor Deutschland (6,6 Milliarden Franken), Grossbritannien (5,4 Mrd.), Irland (3,5 Mrd.), Frankreich (3,0 Mrd.), Schweden (2,6 Mrd.), Dänemark (2,2 Mrd.), Belgien (1,8 Mrd.) und Holland (0,3 Mrd.) an der Spitze der Länder mit positiver Handelsbilanz für pharmazeutische Produkte. Die USA lagen 1997 mit einem Exportüberschuss von 1,2 Mrd. Franken an achter Stelle der weltweiten Export-Überschuss-Rangliste.

In keinem anderen Land erreicht die Pharmaindustrie den volkswirtschaftlichen Stellenwert wie in der Schweiz. Auch bezüglich der Pharma-Exporte pro Kopf der Bevölkerung steht die Schweiz mit 2'586 Franken mit Abstand an vorderster Stelle.

Die forschenden pharmazeutischen Firmen Ares-Serono, Novartis und Roche erzielten 1998 auf dem Weltmarkt einen Gesamt-Pharma-Umsatz von 30,2 Mrd. Franken, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 10 Prozent entspricht. 1998 investierten die Interpharma-Firmen im Pharma-Bereich weltweit 5,6 Milliarden Franken in Forschung und Entwicklung neuer Heilmittel. Diese Summe entspricht 18,7 Prozent des gesamten Pharma-Umsatzes. Ares-Serono, Novartis und Roche gaben in der Schweiz 2,5 Mrd. Franken für die Pharma-Forschung und -Entwicklung aus. Die Interpharma-Firmen beschäftigten weltweit 153 234 Personen, 10 357 Angestellte mehr als im Vorjahr. Im Pharmabereich waren es bei den drei Firmen weltweit 80 297 Beschäftigte.

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