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WHO fordert kostengünstige Aids-Medikament

Genf (sda) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will sich dafür einsetzen, dass Anti-Aids-Medikamente auch in armen Ländern erschwinglich werden. Dies erklärte WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland am Montag in Genf.

"Die Medikamente sind im Norden - die Krankheit ist im Süden", erklärte Brundtland bei der Eröffnung des WHO-Exekutivrats. Diese Art von Ungleichheit könne nicht andauern, betonte Brundtland. Die WHO will zusammen mit anderen Partnern mit der Pharma-Industrie verhandeln, um kostengünstigere Aids-Medikamente zu erreichen.

In Schwarzafrika steht Aids an der Spitze der Todesursachen. Die Immunschwächekrankeit bedrohe auch zunehmend des indischen Kontinent, sagte Brundtland.

Auch in Mittel- und Osteuropa habe sich die Zahl der Aidskranken in den letzten zwei Jahren verdoppelt, sagte Brundtland. In Asien sind mehr als sechs Millionen Personen mit dem HI-Virus infiziert.

Brundtland betonte, es müssten Lektionen von Ländern wie Uganda und Thailand gelernt werden. In den beiden Staaten sind die Aids-Infektionen im Rückgang. Diese Länder hätten eine starke politische Führung gezeigt, die unter anderem auch sensible Themen in der Gesellschaft anspreche, betonte Brundtland.

Dem WHO-Exekutivrat gehören 32 Länder, darunter die Schweiz, an. Das oberste Gremium der UNO-Sonderorganisation trifft zweimal pro Jahr für eine einwöchige Sitzung zusammen.

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