Bern (sda) 1999 sind erneut weniger Menschen an Aids gestorben. Auch die Zahl der gemeldeten Aids-Erkrankungen und der HIV-Infektionen hat abgenommen. Damit setzt sich die 1995 begonnene Tendenz fort. Grund sind vor allem neue Behandlungen.
42 Menschen - 15 Frauen und 27 Männer - sind im vergangenen Jahr an Aids gestorben, wie dem am Montag veröffentlichten Bulletin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu entnehmen ist. Damit hat es 1999 erneut weniger Aids-Tote gegeben. 1998 wurden 107 Todesfälle wegen der Immunschwächekrankheit registriert, 1997 waren es noch 235 Fälle.
Laut BAG hängt der Rückgang der Sterbefälle seit 1995 mit der Anwendung antiretroviraler Kombinationstherapien zusammen. Für 1999 kommt hinzu, dass durch Meldeverzögerungen noch nicht alle Todesfälle erfasst sind.
264 Aids-Fälle
Zurückgegangen ist auch die Zahl der gemeldeten Aids-Fälle. 1999 gingen 264 Aids-Meldungen, davon 77 von Frauen, ein. Im Vorjahr wurden noch 426 Aids-Fälle registriert. Seit 1984 starben 4900 Personen an Aids.
Während der Anteil der homo-/bisexuellen sowie drogeninjizierenden Personen 1999 abnahm, blieb der Anteil der heterosexuellen Fälle praktisch konstant. 1999 waren 66 (1998: 126) homo-/bisexuelle sowie 77 (1998: 158) drogeninjizierende Personen betroffen. Die Zahl der heterosexuellen Aids-Fälle betrug im letzten Jahr 107 (1998: 118).
Laut BAG-Bulletin entsprechen die Meldungen eines bestimmten Jahres auch in früheren Jahren diagnostizierte Fälle. So wurden von den 264 im vergangenen Jahr gemeldeten Fälle 147 auch 1999 diagnostiziert, 66 im Jahr 1998 und die anderen noch früher.
Weniger HIV-Infektionen
Hinzu kommt, dass noch nicht alle Fälle gemeldet wurden. Die 147 Fälle, die 1999 neu diagnostiziert und gemeldet wurden, entsprechen nur einem Bruchteil der zu erwartenden Meldungen von Neudiagnosen im Jahr 1999, voraussichtlich rund der Hälfte, wie es im BAG-Bulletin weiter heisst.
Leicht rückläufig war auch die Zahl der HIV-Infektionen. 1999 wurden 585 positive HIV-Tests gemeldet.
© 2009
, Postfach, 3000 Bern 14 - Tel.: +41 31 356 73 84, Fax +41 31 356 73 01
Letzte Änderung: 2004-11-30 00:00:00