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Die Schweiz unterzeichnet in Nairobi das Biosafety-Protokoll

Nairobi (sda/dpa) Die Schweiz hat in Nairobi das "Protokoll über biologische Sicherheit" unterzeichnet. Das Protokoll regelt den Handel mit gentechnisch veränderten Organismen wie etwa Saatgut oder Pflanzen.

Das Protokoll liegt seit Mittwoch an der 5. UNO-Konferenz über Artenvielfalt in Nairobi zur Unterzeichnung bereit. Bei der Unterzeichnung war Botschafter Beat Nobs, Chef der Abteilung Internationales des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) anwesend, wie Buwal-Sprecherin Elisabeth Maret gegenüber der sda sagte.

Die Vereinbarung erlaubt es Staaten, aus Vorsorge Importverbote zu verhängen, auch wenn kein Beweis für schädliche Wirkungen von genmanipulierten Substanzen auf Menschen oder Umwelt erbracht werden kann.

Die internationale Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) forderte die Vertreter der Vertragsstaaten des Abkommens über biologische Vielfalt auf, umgehend das Protokoll zu unterzeichnen und in nationales Recht umzusetzen.

Kenias Präsident Daniel arap Moi unterzeichnete als erster das Protokoll. Das Anfang des Jahres erst nach harten Verhandlungen in Cartagena (Kolumbien) und Montreal (Kanada) erarbeitete Protokoll tritt weltweit in Kraft, wenn 50 Staaten es ratifiziert haben.

177 Staaten nehmen an der zweiwöchigen Vertragsstaaten-Konferenz am Hauptsitz des UNO-Umweltprogramms (UNEP) in der kenianischen Hauptstadt teil. Die Konferenz dauert noch bis am 26. Mai.

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