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Durchbruch bei der Bekämpfung von Gewaltverbrechen

Neue Analysemethode für Haare

Wiesbaden (sda/dpa) Mit einer neuen Methode zur DNA-Analyse ausgefallener Haare will das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) künftig deutlich mehr Gewalttäter überführen.

BKA-Präsident Ulrich Kersten sprach am Mittwoch von einer "neuen Dimension bei der Personenidentifizierung" und einem "Durchbruch" bei der Bekämpfung von Gewaltverbrechen. Auch längst zu den Akten gelegte Morde oder Vergewaltigungen könnten damit aufgeklärt werden.

Die beim BKA entwickelte Methode erlaubt die gentechnische Bestimmung von ausgefallenen Haaren und deren Zuordnung zu einzelnen Personen mit einer durchschnittlichen Wahrscheinlichkeit von eins zu 20 Millionen. Dies werde vor Gericht sicher als Beweismittel akzeptiert, meinte Kersten.

Statistisch verliert der Mensch alle 15 Minuten ein Haar. Die Wahrscheinlichkeit, Täterhaare an einem Tatort zu finden, ist damit gross. Bisher konnten die Kriminaltechniker nur mit ausgerissenen Haaren die DNA-Struktur von Tätern oder Verdächtigen analysieren, weil an diesen Haaren noch Zellen haften.

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