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Tierversuchsstatistik 1999: Zahl der Versuchstiere geht weiter zurück

Bern (sda) Die Zahl der in bewilligungspflichtigen Versuchen eingesetzten Tiere ist 1999 zum 16. Mal in Folge zurückgegangen. Verwendet wurden 445 682 Tiere, das heisst 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr und fast 80 Prozent weniger als 1983.

Rund 70 Prozent der Tiere wurden in der Industrie eingesetzt, ein Viertel an Hochschulen und Spitälern. Der Tierverbrauch in der Grundlagenforschung nahm leicht zu. Tierversuche für Kosmetika und Haushaltstoffe gab es letztes Jahr hingegen keine, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) am Donnerstag mitteilte.

Mehr gentechnisch veränderte Mäuse

Bei neun von zehn Versuchstieren handelte es sich um Mäuse, Ratten, Hamster, Meerschweinchen oder andere Nager. Zum Einsatz kamen auch 56 200 gentechnisch veränderte Mäuse, 6,5 Prozent mehr als 1998. Vereinzelt wurden auch Fische, Kaninchen, verschidene Haustierarten, Affen, Geflügel und Amphibien gebraucht.

Die Belastung der Versuchstiere veränderte sich kaum. 7,1 Prozent waren einer schweren Belastung ausgesetzt. Sie dienten Letalversuchen oder als Krankheitsmodelle mit schwerwiegenden Symptomen. Zweck dieser Versuche war meist die Qualitätssicherung von Impfstoffen und die Entwicklung oder Prüfung neuer Medikamente.

24,9 Prozent der Versuchstiere mussten eine mittlere Belastung erdulden. 68,0 Prozent waren keiner oder nur einer geringen Belastung ausgesetzt.

Über 2000 Bewilligungen

Letztes Jahr waren 2142 kantonale Tierversuchsbewilligungen gültig. 624 Bewilligungen wurden neu erteilt, über ein Viertel davon mit Auflagen. Acht Gesuche wurden wurden abgelehnt. Als Oberaufsichtsbehörde hat das BVET bei 38 Bewilligungen Präzisierungen angefordert oder Beanstandungen angebracht.

In nicht bewilligungspflichtigen Tierversuchen wurden 142 151 Tiere eingesetzt, das heisst 5168 mehr als 1998. In den meisten Fällen handelte es sich um das Töten von Tieren zur Organ- oder Gewebeentnahme oder um Fütterungsversuche bei grossen Geflügelherden.

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