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Embryonale Stammzellen - Stellungnahme der Ethikkommission: Hoffnung auf neue Therapien

Bern (sda) Stammzellen sind eine Art Urzellen für die rund 200 verschiedenen Zellarten, aus denen Säugetiere bestehen. Sie können sich fast beliebig oft teilen und zu verschiedenen Zelltypen entwickeln.

Diese Eigenschaften machen Stammzellen für die Grundlagenforschung und für medizinische Anwendungen interessant. Es wird vermutet, dass sich mit Hilfe von Stammzellen neue Therapien entwickeln lassen.

Therapien für Hirnkrankheiten?

Die Wissenschafter erhoffen sich verschiedene Möglichkeiten: Erstens das Züchten von biologischem Material, vielleicht sogar von Ersatzorganen. Zweitens die Transplantation von Stammzellen selbst zur Anregung der Gewebebildung. Und drittens die Stimulation von körpereigenen Stammzellen zur Regeneration von Gewebe, etwa im Gehirn.

Vor einer euphorischen Haltung bezüglich Zeitpunkt und Erfolg von Therapien beim Menschen sei aber zu warnen, sagte Sabina Gallati, Leiterin der Molekularen Humangenetik am Inselspital Bern und Mitglied der Nationalen Ethikkommission am Mittwoch.

Pluripotente Zellen

Der Körper besitzt auch im erwachsenen Alter Stammzellen. Die Zellen aus Embryonen sind deshalb begehrt, weil sie pluripotent sind: Aus ihnen können noch praktisch alle Zelltypen entstehen. Durch die Entnahme von Stammzellen aus dem Embryo stirbt dieser ab. Die Methode gilt daher als ethisch besonders bedenklich.

Für die Erzeugung embryonaler Zellkulturen wurden bisher vor allem tierische Zellen verwendet. Für klinische Anwendungen sind diese Zelllinien wegen der Gefahr von Virusinfektionen jedoch nicht zu gebrauchen. Menschliche embryonale Stammzellen wurden 1998 erstmals gewonnen und kultiviert.

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