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Britisches Paar darf kein Designer-Baby bekommen

LONDON - Ein britisches Paar darf kein "Designer-Baby" bekommen, das als Knochenmarkspender für den schwerkranken dreijährigen Sohn dienen könnte. Die Behörde für Befruchtung und Embryologie (HFEA) wies einen entsprechenden Antrag ab.

Das Paar wollte durch Untersuchung des Embryos vor der Einpflanzung in die Gebärmutter sicherstellen, dass ihr nächstes Kind hundertprozentig als Spender von Knochenmark in Frage komme. Der erste Sohn des Paares leidet an einer seltenen Form von Anämie und wird durch schmerzhafte Bluttransfusionen am Leben erhalten.

Die Kontrollbehörde wies den Antrag auf vorherige Gewebeuntersuchungen des mit künstlicher Befruchtung gezeugten Embryos ab: Dies sei nur möglich, wenn die Gefahr, dass auch das nächste Kind an der Anämie erkranke, gross sei. Tatsächlich jedoch sei sie gering.

Die Eltern äusserten sich über die Entscheidung der Aufsichtsbehörde entsetzt: Sie hätten nur noch 18 Monate Zeit, das Leben des Sohnes zu retten. Die Chance, dass das nächste Kind, auf natürlichem Weg gezeugt, ein hundertprozentiger Gewebespender sei, liege bei 1:4.

Bei dem Verfahren zur Lebensrettung des Dreijährigen geht es darum, Stammzellen aus der Nabelschnur des erhofften nächsten Kindes in das Rückenmark des kranken Kindes einzupflanzen. Das Leben des erhofften Kindes würde dadurch nicht gefährdet.

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