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SAMW: Ja zu Embryonenforschungsgesetz - Öffentlichkeit informieren

Basel (sda) Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften ortet im Bereich der Embryonenforschung ein Informationsdefizit. Dieses will sie beheben, damit der Entwurf für ein Embryonenforschungsgesetz nicht gefährdet ist.

Der Bundesrat will den Bereich der Forschung an menschlichen Embryonen und Stammzellen im "Embryonenforschungsgesetz" rasch regeln. Eine solche Regelung diene der Rechtssicherheit und liege im Interesse der Forschenden und der Öffentlichkeit, schreibt die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW).

In ihrer am Montag veröffentlichten Vernehmlassung hält die SAMW fest, der Entwurf stelle einen sinnvollen Handlungsspielraum für die Erforschung von biologischen Grundlagen sowie neuer diagnostischer und therapeutischer Anwendungen sicher. Zugleich setze er aber die notwendigen Schranken. Die SAMW teile die Grundgedanken des Gesetzesentwurfes, wonach das menschliche Leben vom Zeitpunkt der Befruchtung an schutzwürdig sei. Es könne zu keinem Zeitpunkt seiner Entwicklung zur beliebigen Disposition stehen.

Gedanke des Lebensschutzes entfällt

Dass menschliche Embryonen für Zwecke der Forschung und Stammzellgewinnung in Betracht gezogen werden dürften, könne einzig damit gerechtfertigt werden, dass sie wie im Falle überzähliger Embryonen aus der In-vitro-Fertilisation den gegebenen Umständen nach keine Überlebenschance hätten. Damit entfalle der Gedanke des Lebensschutzes. Im Gegensatz zur Stammzellforschung sei die Embryonenforschung bislang kaum öffentlich zur Diskussion gestellt worden. Dadurch könnte in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehen, dass diese bisher zumeist kritisch beurteilte Forschung gleichsam nebenbei zusammen mit der Stammzellforschung geregelt werden solle.

Die SAMW halte deshalb eine umfassende öffentliche Diskussion zu dieser Frage für dringend nötig. Dazu müsse insbesondere die Wissenschaft ihren Beitrag leisten, indem sie darlege, um welche Art von Forschung es sich handle und welchen Zielen sie diene.

Die SAMW werde sich mit hoher Priorität darum bemühen, zusammen mit kompetenten Fachleuten aus Medizin und Ethik entsprechende Grundlagen zu erarbeiten.

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