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Neue Methoden in der Fortpflanzungsmedizin: Traditionsreiches und Zukunftsmusik

Zürich (sda) Die Fortpflanzungsmedizin arbeitet weltweit an neuen Methoden gegen ungewollte Kinderlosigkeit. Bereits seit 25 Jahren wird die "In-vitro-Fertilisation" (IVF) oder "Befruchtung im Glas" angewandt. Dabei wachsen die Eizellen im weiblichen Körper heran - unterstützt durch Hormoneinsatz. Wenn die Eizellen reif sind, werden sie dem Körper der Frau entnommen und im Labor in einer Nährlösung mit dem Samen ihres Partners begossen. Anschliessend überträgt eine Ärztin oder ein Arzt Embryonen in die Gebärmutter.
"Künstliche Befruchtung" heisst das in der Alltagssprache. Der Zürcher Fortpflanzungsmediziner Bruno Imthurn hört den Begriff ungern. "Künstlich ist nicht die Befruchtung, sondern allenfalls der Ort, wo die Befruchtung stattfindet", sagt er. In China wird als Alternative zur IVF bereits heute die "In-vitro-Maturation" (IVM) praktiziert. Bei der IVM sind die Ärztinnen und Ärzte nicht mehr darauf angewiesen sind, dass Eizellen im Körper der Frau heranreifen. Sie können unreife Eizellen entnehmen. Diese wachsen anschliessend in einer Nährlösung heran. Für die Mütter in spe entfällt damit die Hormonbehandlung. Künstliche Fortpflanzungszellen Weiter in der Zukunft liegt die Zeugung eines Menschen aus künstlichen Fortpflanzungszellen. In Australien wird an der Produktion dieser "artifiziellen Gameten" geforscht - allerdings erst bei Tieren. Dabei werden gewöhnliche Körperzellen im Reagenzglas auf die Stufe "Fortpflanzungszelle" zurückgeführt. Danach könnte ein Klon entstehen - bei einer Verschmelzung zweier künstlicher Fortpflanzungszellen aber auch ein genetisch einmaliger Mensch.

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