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London (sda/afp/dpa) Die britische Regierung hat erstmals den kommerziellen Anbau von genverändertem Mais genehmigt. Das gab Umweltministerin Margaret Beckett am Dienstag im Unterhaus in London bekannt.

Der Anbau der ausschliesslich als Tierfutter vorgesehenen Genpflanzen müsse aber unter denselben Bedingungen stattfinden wie die vorangegangenen Tests, um Auswirkungen auf die Umwelt auszuschliessen.

Die Genehmigung laufe zudem im Oktober 2006 aus, betonte Beckett. Für eine Verlängerung seien neue wissenschaftliche Tests notwendig.

Der Mais ist durch Gentechnik resistent gegen bestimmte Unkrautvernichter und soll ab dem Frühjahr 2005 auf die Felder kommen. Die Entscheidung der Regierung war seit Tagen erwartet und schon im Vorfeld sowohl von Umweltschützern als auch von der Opposition kritisiert worden.

Scharfe Kritik

Der frühere Umweltschutzminister Michael Meacher warf der Regierung vor, den Interessen der Biotechnik-Konzerne und dem "Druck der US-Regierung" nachgegeben zu haben. "Dies ist eine falsche Entscheidung, weil die Menschen sie nicht wollen, und weil sie wissenschaftlich nicht fundiert ist."

Die Soil Association, ein Zusammenschluss von Bauern, die organischen Anbau betreiben, befürchtet, dass mögliche negative Folgen jetzt getroffener Entscheidungen nach "10 oder 15 Jahren" nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.

Die von Beckett verkündete Entscheidung gilt nur für England. Schottland und Wales haben regionale Oberhoheit über ihre Landwirtschaftspolitik.

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