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Europäisches Patentamt erörtert Patent auf die Krebs-Maus

München (sda/dpa) Das Europäische Patentamt (EPA) in München prüft erneut die Zulässigkeit des umstrittenen europäischen Patentes auf die so genannte Krebs-Maus.

Vor einer Beschwerdekammer als zweiter und letzter Instanz des Patentamts begann am Montag die mehrtägige öffentliche Verhandlung zu den Einsprüchen, die Tierschützer und andere Beschwerdeführer aus ethischen Gründen gegen das Patent eingelegt hatten.

Mit dem 1992 erteilten Patent wurde erstmals in Europa ein Säugetier unter Patentschutz gestellt. Die Krebs-Maus wurde zu Forschungszwecken durch gentechnische Veränderung besonders krebsanfällig gemacht.

Frühere Einsprüche gegen das an die US-Universität Harvard erteilte Patent waren vom EPA in erster Instanz bereits 2001 im Wesentlichen zurückgewiesen worden. Falls das Patentamt die Beschwerde erneut ablehnt, haben Tierschützer nur noch Möglichkeit, vor den nationalen Gerichten das Patent anzufechten.

Unter dem Motto "Ethik in der Mausefalle - Stoppt Patente auf Leben" protestierte am Montag die Umweltschutzorganisation Greenpeace vor dem Patentamt. Für die Verhandlung über das Patent wurden zunächst fünf Tage angesetzt.

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