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"Der gespiegelte Mensch - In den Genen lesen"

Annäherungsversuch zwischen Bevölkerung und Wissenschaft

Zürich (sda) Der Mensch ist in der Ausstellung "Der gespiegelte Mensch - In den Genen lesen" Mittelpunkt - als Gast aber auch als Ausstellungsobjekt. Die Ausstellung soll ein Annäherungsversuch zwischen der breiten Bevölkerung und den Naturwissenschaften sein.

Die Ausstellung im Landesmuseum wird am Freitag (9. Juli) eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher sollen dabei laut Ausstellungsmachern eine Reise in das Land der Forschung machen und dabei selber zu Forschenden werden.

Der Ursprung der wissenschaftlichen Forschung sei die Neugierde, sagte Ausstellungsmacher Mathis Brauchbar am Donnerstag vor den Medien. Die Besucherinnen und Besucher werden denn auch mit Fragen wie "Wozu braucht es Mann und Frau?" oder "Weshalb werde ich nicht grösser?" empfangen.

Nach einem Exkurs in die Grundlagen des Erbgutes und ihrer Entzifferung begegnen die Besucher und Besucherinnen den Forschungsmodellen Fruchtfliege, Fadenwurm, Hefe, Zebrafisch und die Pflanze Ackerschmalwand.

Versteckte Schönheit der Natur

Anhand dieser Modellorganismen werden mit Filmen, Bildern und Projektionen die gestellten Fragen beantwortet. "Die grundlegenden Aspekte sind überall gleich", sagte Alexander Borbéley, Prorektor Forschung Universität Zürich. Forscherinnen und Forscher würden Prozesse bei Tieren und Pflanzen studieren, um etwas über den Menschen zu erfahren.

In einem Labor können dann selber Naturphänomene durch das Mikroskop ergründet und die "versteckte Schönheit der Natur" beobachtet werden. Die Visualisierung der Wissenschaft stehe im Mittelpunkt, sagte Borbéley.

Für die Wissenschaft sei die Ausstellung eine Möglichkeit mit einem Publikum in Berührung zu kommen, wo sonst eher Schwierigkeiten bestehen, sagte Borbéley. Es sei aber schwierig, Wissen einer breiten Bevölkerung zu übermitteln, da die Inhalte nicht einfach seien.

Dialog langfristig fördern

Zudem reagiere die Gesellschaft oft mit Ablehnung und Skepsis gegenüber den Naturwissenschaften im Zeitalter der Biotechnologie, Gentechnik, Stammzellen oder Klonieren. Die Biologie wolle aber mehr: das Leben entdecken und seiner Entwicklung auf den Grund gehen, teilten die Ausstellungsmacher mit.

Laut Regula Zweifel, stellvertretende Direktorin des Landesmuseums, soll der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft langfristig gefördert werden. Ab September bis Dezember finden unter dem Patronat der Stiftung "Science et Cité" verschiedene Begleitveranstaltungen statt.

Für Schulklassen wurde ein Programm mit Dokumentationsprogramm, Führung durch die Ausstellung und Laborpraktikum erarbeitet. Die Ausstellung entstand von Life Science Zurich (einer Kooperation von Universität und ETH Zürich) in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Landesmuseum in Zürich.

Notiz: Die Ausstellung "Der gespiegelte Mensch - In Genen lesen" findet vom 9. Juli 2004 bis 2. Januar 2005 im Landesmuseum in Zürich statt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, ab 1. September am Mittwoch bis 21 Uhr. Weitere Informationen unter www.dergespiegeltemensch.ch

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