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Neue Entdeckung in der Aidsforschung: Salbe soll vor Ansteckung schützen

Genf (sda) Forscher der Universität Genf haben ein neues Molekül entdeckt, das wie das Präservativ vor der Aids-Ansteckung schützen soll. Das synthetische Protein muss in Form von Salbe oder Schaum auf die Schleimhaut der Geschlechtsorgane aufgetragen werden.

Die Entdeckung der Genfer Forscher wird am Freitag im US-amerikanischen Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlicht, wie die Medizinische Fakultät der Universität Genf diese Woche mitteilte.

Das neue Molekül mit der Bezeichnung PSC-RANTES hat die Funktion eines "Mikrobizides". Es soll das Eindringen des HI-Virus in den menschlichen Körper verhindern und bei der Aids-Verhütung vor allem den Frauen Vorteile bringen.

Denn anders als beim Präservativ können sie über den Einsatz des neuartigen Schutzmittels entscheiden und es auch selbst anwenden. Immer mehr Spezialisten sind sich laut Angaben der Universität Genf einig, dass die Mikrobizide vor allem in Entwicklungsländern entscheidend zur Verminderung der Aids-Ausbreitung beitragen können.

Vorsichtige Hoffnung

Das neuartige Schutzmittel gibt nach Ansicht der Genfer Forscher Anlass zur Hoffnung. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Bevölkerung in den Entwicklungsländern bestehen aber auch Zweifel, ob die Entdeckung jemals in die Entwicklung eines therapeutischen Produktes münden wird.

Die Chancen dafür seien eng verbunden mit dem Interesse der Industrie an einem Molekül, das in erster Linie benachteiligten Bevölkerungschichten zugute kommen soll, teilte die Universität Genf weiter mit.

Die Vorsicht der Genfer Forscher ist auch durch offene Fragen zum Produktionspreis und zur Dosierung des Schutzmittels zu erklären. Auch wenn die Tests weiterhin positiv verlaufen, wird es auf jeden Fall mehrere Jahre dauern, bis ein Produkt dieser Art auf den Markt kommt.

Die bisherigen Testversuche haben bereits vielversprechende Resultate gebracht. So konnte in einem Test-Labor im US-Bundesstaat Louisiana eine Gruppe von Affen mit dem Einsatz des neuen Moleküls erstmals erfolgreich vor der Infektion mit dem HI-Virus geschützt werden.

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