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Brandverletzungen mit Gewebe von Föten heilen: Forschungsergebnis am Universitätsspital Lausanne

Lausanne (sda) Acht Kindern mit Hautverbrennungen ist im Universitätsspital Lausanne (CHUV) Gewebe eines 14 Wochen alten, tot geborenen Fötus übertragen worden. Die Mutter hatte nach einer spontanen Fehlgeburt der Entnahme zugestimmt.

Innerhalb zweier Wochen sei die Genesung der verletzten Kinder weit fortgeschritten, berichtet das zuständige medizinische Team des CHUV am Donnerstag in der Medizin-Fachzeitschrift "The Lancet". Die Eingriffe waren von einem interdisziplinären Team vorgenommen worden.

Für die raschere Heilung von Brandverletzungen eröffne dieses Ergebnis völlig neue Perspektiven, hiess es in dem Bericht. Auch das Problem, Gewebe für Transplantationen zu beschaffen, lasse sich mit diesem Verfahren lösen.

Die heutige Standardtechnik zur Wiederherstellung von verletzter und im zweiten oder dritten Grad verbrannter Haut besteht darin, gesunde Haut vom Körper des Patienten auf die verletzte Stelle zu verpflanzen. Auf der Suche nach Alternativen beobachteten die Forscher vom Fötus transplantiertes Gewebe.

Aus einer Gewebeprobe des tot geborenen Kindes konnten sie eine "Bank" von Hautgewebe herstellen. Mit einer einzigen Entnahme liessen sich unzählige Gewebestücke herstellen, hiess es im Bericht dazu. Die 9 mal 12 Zentimeter grossen Lappen können für Haut-Rekonstruktionen verwendet werden.

Die Lausanner Forscher setzten bisher acht Kindern mit Verbrennungen solche Hautstücke ein. Sie wurden auf die Brandwunde transplantiert, ein Verband angelegt und die Bandagen während dreier Wochen alle drei bis vier Tage gewechselt.

In der zweiten Woche der Behandlung waren die Verletzungen der Kinder bereits verheilt. Keinem der acht kleinen Probanden musste nach den drei Wochen ein Stück eigene Haut eingesetzt werden.

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