Brüssel (sda/afp) Die EU-Kommission hält ungeachtet der Bedenken des EU-Parlaments an der Förderung der Forschung an embryonalen Stammzellen fest, wie eine Sprecherin von EU-Forschungskommissar Janez Potocnik am Mittwoch in Brüssel sagte.
Forschungsprojekte mit embryonalen Stammzellen würden jedoch einer "strikten ethischen Prüfung" unterzogen, hiess es nach der Diskussion der EU-Kommission über das 7. Rahmenforschungsprogramm weiter.
Das EU-Parlament hatte die Kommission im März in einer Resolution aufgefordert, für die umstrittene Forschung keine EU-Mittel zur Verfügung zu stellen.
In der Schweiz wird entsprechende Forschung bereits heute durch den Nationalfonds finanziert. Nach der Volksabstimmung vergangenen November über die Stammzellenforschung sind zudem sowohl der Import von menschlichen embryonalen Stammzellen als auch deren Herstellung aus "überzähligen" Embryonen unter Auflagen zugelassen.
Verstärkte Zusammenarbeit
Nach den am Mittwoch vorgelegten Leitlinien will die EU-Kommission die Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Industrie, Forschungszentren und Behörden in Europa und weltweit verstärken. Ausserden sollen Anreize vor allem für junge Forschende geschaffen werden, damit diese in Europa bleiben oder nach Europa kommen.
Geplant sind zudem Fördermassnahmen für innovative kleinere und mittlere Betriebe und wissensorientierte Regionen. Für die bessere Koordinierung soll ein Europäischer Forschungsrat zuständig sein. EU-Parlament und Ministerrat müssen den Vorschlägen noch zustimmen.
Die Schweiz ist beim 7. EU-Rahmenforschungsprogramm (2007-2013) voll mit dabei. Der Finanzrahmen und somit auch die davon abhängige Schweizer Beteiligung sind noch offen.
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Letzte Änderung: 2005-11-15 00:00:00