Basel/Bern (sda) Die EU-Medikamentenbehörde EMEA sieht keine Gefahr für psychische Störungen wegen der Einnahme von Tamiflu. Sie äussert sich zudem positiv über den Einsatz von Tamiflu zur Grippeprophylaxe bei Kindern zwischen 1 und 12 Jahren.
Eine Änderung der Produktewarnung für Tamiflu sei nicht angezeigt, teilte die EMEA am Donnerstag mit. Laut Tamiflu-Hersteller Roche hat sich auch die Schweizer Behörde Swissmedic positiv zur Grippeprophylaxe bei Kindern geäussert. Ein Swissmedic-Sprecher verwies auf Anfrage allerdings auf das Amtsgeheimnis.
In der Schweiz ist Tamiflu derzeit neben der Behandlung für die Grippeprophylaxe bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren zugelassen. Wie Roche am Donnerstag weiter mitteilte, werde die Zulassung von Tamiflu für die Grippeprophylaxe bei Kindern Anfang kommenden Jahres auch in den USA erwartet.
Im November hatte die US-Medikamentenbehörde FDA im Zusammenhang mit zwölf Todesfällen in Japan Berichte geprüft, Tamiflu könnte bei Jugendlichen zu Verhaltensstörungen bis hin zu Selbstmord führen, hatte aber keinen Zusammenhang gesehen. Auch Swissmedic hatte damals in diesem Zusammenhang von Roche Informationen verlangt.
Tamiflu gilt als wirksames Medikament gegen die Vogelgrippe. Weltweit decken sich derzeit Staaten, aber auch Private mit den Grippemittel ein, um für den Fall einer Vogelgrippe-Pandemie gewappnet zu sein.
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Letzte Änderung: 2007-06-28 07:34:00