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Terminator-Technologie: Bundesrat sieht keinen Anlass für ein Verbot

Bern (sda) Der Bundesrat ist sich der Vorbehalte gegenüber der so genannten Terminator-Technologie bewusst. Er sieht aber keinen Anlass, sich an der UNO-Artenschutzkonferenz im südbrasilianischen Curitiba für ein Moratorium oder ein Verbot einzusetzen.

Terminator-Pflanzen sind gentechnisch verändert und produzieren steriles Saatgut. Gesuche für ihre Anwendung müssten im Einzelfall beurteilt werden, sagte Bundespräsident Moritz Leuenberger am Montag in der Fragestunde des Nationalrates. Massgeblich sei schweizerisches Recht (Gentechnikgesetz).

An der am Montag in Curitiba eröffneten 8. UNO-Konferenz über Biologische Vielfalt werde sich die Schweizer Delegation deshalb nicht für ein Verbot oder Moratorium einsetzen, wie es die grüne Baselbieter Nationalrätin Maja Graf foderte.

Laut dem Vorsteher des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation wird sich die Schweizer Delegation in Brasilien aber dafür einsetzen, dass die Risikoabklärungen der Terminator-Technologie durch kompetente Organe gemacht werden. Diese könnten politische Entscheidungshilfen liefern.

Ein Verbot der Terminator-Pflanzen fordern über 20 Schweizer Schweizer Organisationen, darunter alle wichtigen Bauernverbände und einige Entwicklungs- und Umweltorganisationen. Demgegenüber macht sich eine Reihe von Wissenschaftlern für die Technologie stark. Sie sind irritiert über die «Angst-Kampagne».

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