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Stammzellenforschung Genfer Forscher haben erste 69 Schweizer Embryonen erhalten

Genf (sda) Genfer Forscher können erstmals Stammzellen aus eingefrorenen überzähligen Embryonen aus der Schweiz gewinnen: Ende Juni sind 69 Embryonen von Lausanne nach Genf gebracht worden. Bisher wurden die Stammzellen aus dem Ausland eingeführt.

Das Bundesamt für Gesundheit hatte im Frühling Forschern an der Universität Genf die Bewilligung erteilt, Zellen aus 100 Embryonen zu entnehmen. Die ersten seien Ende Juni eingetroffen, die restlichen 31 folgten bald, bestätigte Marisa Jaconi, die Leiterin des Projekts, eine Meldung der Zeitschrift "L'Hebdo".

Eigentlich hätten überzählige, tiefgekühlte Schweizer Embryonen bis Ende 2003 vernichtet werden müssen. Allerdings wurde die Vernichtung aufgeschoben, weil das Volk im November 2004 das Stammzellenforschungsgesetz in einer Referendumsabstimmung annahm.

Dieses erlaubt unter strengen Voraussetzungen die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen. "Überzählig" wurden die Embryonen, weil sie wegen Willensänderung, Krankheit, Unfall oder Tod der Frau oder wegen schlechter Entwicklungschancen nicht für eine Schwangerschaft verwendet wurden. Für die Stammzellen-Entnahme müssen die betroffenen Paare ihre Einwilligung geben.

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