Bern (sda) Der Schweizer Bauernverband macht nach dem Ja zur Gentechfrei-Initiative im November 2005 Druck auf die Forschung. Diese müsse bis zum Ablauf der Moratoriumsfrist im Jahr 2010 die Grundlagen für den Entscheid über den künftigen Weg der Schweizer Landwirtschaft liefern.
Die Bäuerinnen und Bauern seien nicht daran interessiert, eine neue Technologie einzusetzen, die die erreichten hohen Standards bezüglich Ökologie, Qualität und Sicherheit gefährden könnten, teilte der Bauernverband (SBV) am Dienstag mit.
Der SBV sei an der staatlichen Forschung im Bereich der gentechnisch veränderten Organismen (GVO) interessiert, sagte Verbandspräsident Hansjörg Walter laut Redetext an einer Medienorientierung in Bern. So könne die schweizerische Landwirtschaft 2010 entscheiden, ob sie weiterhin gentechfrei produzieren solle oder ob sie zur Gentechnologie ja sagen könne.
Auf drei Hauptfragen erwartet der SBV laut Walter Antworten: Einerseits müssten Wissenslücken geschlossen und Unsicherheiten beseitigt werden, andererseits die Kosten eines Nebeneinanders von Bauern mit und ohne Gentech-Landwirtschaft abgeklärt werden. Schliesslich gebe es auch Fragezeichen, was das Potenzial der Gentechnologie in der Landwirtschaft betreffe.
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Letzte Änderung: 2006-09-05 19:56:25