Flims (sda) Die Adoption von Embryonen soll in der Schweiz verboten bleiben. Der Nationalrat hat am Dienstag eine parlamentarische Initiative von Oskar Freysinger (SVP/VS) abgelehnt.
Nach dem Willen Freysingers sollten bei einer In-vitro-Fertilisation entstandene überzählige Embryonen einer Frau eingepflanzt werden können, die ein Kind adoptieren möchte. Damit würde den Embryonen eine grösstmögliche Überlebenschance geboten, argumentierte Freysinger.
Der Nationalrat folgte der Kommissionsmehrheit und lehnte den Vorstoss mit 139 zu 25 Stimmen ab. Die Gegner der Embryo-Adoption beriefen sich auf das in der Verfassung verankerte Verbot der Embryonenspende. Der Vorstoss würde eine Verfassungsänderung bedingen, argumentierten sie.
Eine Lockerung des Verbotes würde zudem viele Probleme schaffen. Sie würde den Weg ebnen für Forderungen nach Eispende und Leihmutterschaft. Dies würde unter anderem die Fragen aufwerfen, ob eine biologische Mutter ihr Kind zurückfordern könnte und ob Kinder das Recht hätten, ihre genetischen Eltern zu kennen.
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Letzte Änderung: 2007-06-28 07:33:00