sda080406

ETH Zürich baut Systembiologie in Basel markant aus Verstärkte Zusammenarbeit von ETH und Uni Basel

Basel (sda) Die ETH Zürich baut ihre Forschung in Systembiologie in Basel markant aus. Sie verdoppelt die Professorenzahl des Departements auf sechs. Zudem verstärken die ETH und die Universität Basel ihre Zusammenarbeit durch Doppelprofessuren.

Die Verdoppelung der Professorenzahl sei "ein grosser Schritt" beim Aufbau des neuen Zentrums, sagte ETH-Präsident Ralph Eichler am Freitag vor den Medien in Basel. Das Departement erreiche so die "kritische Masse", um für Forschende attraktiv zu sein und nachhaltig weiter wachsen zu können.

Gemeinsame Lehrstühle

Als eigenständiges Departement der ETH Zürich tritt das Departement Biosystems Science and Engineering (D-BSSE) in Basel, das jüngste der 16 ETH-Departemente, seit Anfang 2007 auf. Der Biologe und Professor Renato Paro leitet seither als erster Direktor dessen Aufbau.

Neu hinzu stossen nun der Chemiker Andreas Hierlemann als Professor für Biosystems Engineering, der Bioingenieur Jörg Stelling als Professor für Computational Systems Biology und der Biologe Martin Fussenegger als Professor für Biotechnologie und Bioingenieurwissenschaften.

Fussenegger wird ab Februar 2009 auch neuer Leiter. Insgesamt steigt die Zahl der Mitarbeitenden am Basler ETH-Standort von 45 auf rund 80. Zudem arbeiten ETH und Uni Basel enger zusammen. Laut Universitätsrektor Antonio Loprieno sollen mehrere ETH-Professuren zu Doppelprofessuren mit der Basler Uni werden.

Eine ähnliche Kooperation pflegt die ETH bereits mit der Universität Zürich. Eine Hochschule stellt den Lehrstuhl, der auch von einer anderen Hochschule genutzt werden kann. Als erste solche Professur richtet die Universität Basel einen Lehrstuhl für Bioethik ein. Die ETH verlegt derweil ihren Studiengang in Biotechnologie nach Basel.

Neuer Schwerpunkt

Mit dem Ausbau in Basel setzt die ETH zudem einen neuen Schwerpunkt mit der Synthetischen Biologie. Biologen, Chemiker, Physiker, Informatiker und Ingenieure konstruieren dabei interdisziplinär neuartige biologische Systeme, um so Teile zu verbessern und für neue therapeutische Zwecke weiterzuentwickeln.

Der Ausbau in Basel betet sich in die Forschungsinitiative "SystemsX.ch" ein. Die bisher grösste Initiative in einem einzelnen Forschungsgebiet verknüpft die Aktivitäten in der Systembiologie von elf Schweizer Hochschulen und Instituten. Die eidgenössischen Räte haben 2007 dafür 200 Millionen Franken bewilligt. Daneben werden anderweitige Gelder erhofft.

Top

made by