Zürich (sda) Der Feldversuch mit gentechnisch verändertem Weizen an der Forschungsanstalt Reckenholz in Zürich ist anfangs August beendet worden. Trotz Teilzerstörung des Feldes durch Gegner rechnen die Forscher mit ersten Resultaten. Allerdings sei offen, wieviele Projekte vollständig ausgewertet werden könnten, teilten die Forschungsanstalt und das Bundesamt für Landwirtschaft am Donnerstag mit. Betroffen von der Zerstörung durch Unbekannte im Juni sind laut Mitteilung vor allem die Untersuchungen zur biologischen Sicherheit der Pflanze. Entsprechend seien zu den Wechselwirkungen der gentechnisch veränderten Weizenpflanzen mit der Umwelt vorderhand nur beschränkt aussagekräftige Resultate möglich. Hingegen seien die Messungen zum Pilzbefall mehrheitlich noch vor der Zerstörung gemacht worden.
Fortsetzung im nächsten Jahr
Damit seien Aussagen zur Mehltauresistenz der gentechnisch veränderten Pflanzen möglich. Erste Resultate dazu erwarten die Forscher Ende Jahr. Der auf drei Jahre angelegte Freisetzungsversuch wird nächstes Jahr fortgesetzt. Dabei erhoffen sich die Forscher auch Resultate zur Wechselwirkung des Genweizens mit der Umwelt. Am 13. Juni zerstörten rund 35 Personen in der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) in Zürich-Affoltern rund drei Viertel des Versuchsfeldes. Die ART reichte in der Folge Strafanzeige ein, ein Strafverfahren gegen fünf mutmassliche Täter ist hängig. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewilligte im Februar die Freisetzungsversuche der Universität und der ETH Zürich. Der Feldversuch ist Teil des Nationalen Forschungsprogramms "Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen". Gegen einen parallelen Aussetzungsversuch in Pully VD sind noch immer Rekurse vor dem Bundesverwaltungsgericht hängig.
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Letzte Änderung: 2008-09-15 16:00:29