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Leber transplantiert: Premiere

Schweizer Premiere in Transplantationschirurgie
Frau rettet ihrem Gatten mit einem Teil ihrer Leber das Leben

Genf (sda) Erstmals haben in der Schweiz Ärzte einem Patienten eine Leber eines lebenden Spenders transplantiert. Die Operation wurde am 15. April im Genfer Kantonsspital durchgeführt.

Dem Patienten, einem 56jährigen Mann, wurde der rechte Teil der Leber seiner 50jährigen Frau transplantiert. Der Mann litt an einer Zirrhose und hatte zudem einen Tumor als Folge einer Hepatitis C.

Die Operation dauerte 22 Stunden. Ein Team von 15 Personen war daran beteiligt. Patient und Organspenderin präsentierten sich am Freitag in Genf den Medien. Es hätten Risiken bestanden, doch sie habe den Gedanken, ihren Mann zu verlieren, nicht akzeptieren können, sagte die Frau.

Lebertransplantationen zwischen Lebenden gibt es seit rund sieben Jahren. In den meisten Fällen wurde der linke - kleinere - Teil der Leber des Spenders einem Kind transplantiert.

Bei erwachsenen Patienten wird der grössere rechte Teil der Leber des Spenders übertragen. Beim Spender regeneriert sich die Leber. Eine solche Operation war erstmals 1994 in Japan ausgeführt worden.

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