Bern (sda) Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat den Import von 16 neuen Arten gentechnologisch veränderter Futtermittel bewilligt. Laut dem "Kassensturz" von Schweizer Fernsehen DRS trat die neue GVO-Futtermittelliste bereits am 1. Juli in Kraft.
Gemäss Verordnungstext dürfen alle Sorten eingeführt werden, "die in der EU, der USA oder in Kanada zugelassen sind". Diese Formulierung schliesse Sorten mit ein, die erst in Zukunft in einem der genannten Länder genehmigt würden, wurde in der TV-Sendung vom Dienstagabend kritisiert.
Einzige Bedingung: Der Import muss in Form von verarbeiteten Produkten wie Maiskleber und Sojaschrot erfolgen.
BLW-Vizedirektor Jacques Morel sagte, die Bewilligungsanträge seien im April 1998 eingetroffen. Das Bundesamt habe sie also seriös prüfen können, zumal die Schweizer Behörden die weltweite Entwicklung im Gentech-Sektor laufend verfolgten.
Beunruhigt ist der Schweizerische Bauernverband (SBV). Melchior Ehrler sagte laut "Kassensturz", es störe ihn sehr, wie das Bundesamt still und leise diese Gentech-Futtermittel bewillige. Der Bauernverband wolle möglichst naturnahe, GVO-freie Futtermittel, aber die Marktmacht USA mache den Schweizer Bauern dies schwer.
© 2009
, Postfach, 3000 Bern 14 - Tel.: +41 31 356 73 84, Fax +41 31 356 73 01
Letzte Änderung: 2004-09-17 09:35:59