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Kein verbotener Gentech-Mais in Popcorn und Chips gefunden

Kantonale Labors der Nordwestschweiz untersuchten 93 Proben

Basel (sda) Keinen verbotenen Gentech-Mais haben die kantonalen Labors der Nordwestschweiz in Lebensmitteln gefunden: Von 93 untersuchten Proben wiesen sechs indes kleine, legale Mengen an gentechnisch verändertem Mais von bewilligten Sorten auf.

Seit dem 1. Juli müssen Lebensmittel mit einem Gentech-Anteil von über einem Prozent in der Schweiz als "gentechnisch verändert" deklariert werden. Dieser Grenzwert wurde in keiner der Proben überschritten, wie das Kantonslabor Basel-Stadt am Freitag mitteilte.

Bei den Proben handelt es sich um Produkte wie Pop Corn, Griess, Polenta, Konserven, Corn Flakes, Tortilla Chips und Mais-Snacks. Die Untersuchung durchgeführt haben die Labors Basel-Stadt, Baselland, Aargau, Bern und Solothurn.

Keine absichtliche Zugabe

In Europa sind vier und in den USA zehn Sorten gentechnisch veränderter Mais zugelassen. Solche Sorten machen laut dem Basler Kantonslabor einen schnell wachsenden Anteil der Weltproduktion aus. Bei einer der Proben ist allerdings die Herkunft der Gentech-"Verunreinigung" noch unklar; sie werde weiter untersucht.

Mit sechs von 93 Proben beträgt der Anteil jener mit einem legalen Anteil Gentech-Mais 6,5 Prozent. Im Vorjahr waren es 6,7 Prozent der untersuchten Proben gewesen. Damals galt allerdings die Deklarationslimite von einem Prozent noch nicht, was zu Beanstandungen geführt hatte.

Gemäss dem Labor haben demnach die Schweizer Importeure und Produzenten das Problem gentechnisch veränderter Pflanzen "bisher gut im Griff". Die gefundenen Genmais-Mengen seien überdies so gering, dass eine absichtliche Zugabe ausgeschlossen werden könne.

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