Washington (sda/reuters) Die Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente in den USA (FDA) plant Beratungen über eine Deklarationspflicht für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel aus US-Produktion.
Die Behörde werde die Sicherheit von Gen-Lebensmitteln und die Notwendigkeit einer Deklarationspflicht prüfen, sagte eine FDA-Sprecherin am Montag in Washington. Dazu sollten ab Mitte November in mehreren Städten öffentliche Anhörungen stattfinden.
In Europa und Asien hatten Konsumentenorganisationen mehrfach Sorge über die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von US-Produkten aus gentechnisch veränderten Erzeugnissen wie Mais, Kartoffeln oder Sojabohnen geäussert und eine Kennzeichnung gefordert.
Die US-Regierung unter Präsident Bill Clinton lehnt bislang eine besondere Markierung von Gen-Nahrungsmitteln mit der Begründung ab, dass die FDA die einzelnen Produkte gründlich geprüft habe. Auch Verbände der US-Lebensmittelindustrie haben sich gegen eine Deklaration ausgesprochen.
Bislang schreibt die FDA besondere Hinweise nur für Produkte vor, die durch genetische Eingriffe wesentlich verändert wurden oder leichter allergische Reaktionen bei Konsumenten hervorrufen könnten. In diesem Jahr war rund die Hälfte der angebauten Sojabohnen und Maispflanzen in den USA gentechnisch verändert.
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Letzte Änderung: 2004-09-17 09:35:59