London (sda/afp) US-Wissenschafter haben im Tierversuch erstmals das Problem gelöst, fremde Gene über die Blutbahn zur Therapie an Muskelzellen zu schleusen.
Dem Forscher Jeffrey Chamberlain von der Universität Washington in Seattle im US-Bundesstaat Washington ist es gelungen, in Adeno-assoziierte Viren verpackte Gene in Herz- und Skelett-Muskulatur von Mäusen zu transferieren, wie die Zeitschrift "Nature Medicine" in ihrer neuen Ausgabe berichtet.
Wenn es gelingt, diese Methode auch beim Menschen anzuwenden, könnten damit eine Reihe von Herz- oder Muskelkrankheiten per Gentherapie geheilt werden. Die Einschleusung von Genen über die Blutbahn ist wegen der Durchlässigkeit der Blutgefässe bisher problematisch.
Chamberlain und sein Team behandelten mit ihrer Technik Mäuse, denen das Protein Dystrophin in Muskelzellen fehlt und die deshalb an einer Muskelschwäche leiden. Mit Hilfe des Genvektors wurde den Tieren das Dystrophin-Gen in die Skelett-Muskeln geleitet, wodurch die Muskelfunktion spürbar verbessert werden konnte.
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Letzte Änderung: 2004-09-17 09:35:59