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Forscher entschlüsseln Schutzmechanismus von Mais-Pflanzen - Neue Möglichkeiten zur Schädlingsbekämpfung erhofft

Jena (sda/afp) Forscher in Jena haben einen raffinierten Schutzmechanismus entschlüsselt, mit dem sich Pflanzen gegen Schädlinge zur Wehr setzen. An der Studie beteiligt waren auch Forscher aus der Schweiz.

Bekannt war nach Angaben der Max-Planck-Gesellschaft bislang nur, dass mindestens 15 Pflanzen, darunter Mais, einen Duftcocktail frei setzen, sobald sie von einer Raupe angefressen werden. Dieser Duft wiederum lockt parasitische Wespen an, die dann ihre Eier in die Raupen ablegen.

Deren Nachkommen ernähren sich dann von der Raupe - auf diese Weise wird die Pflanze von dem Schädling befreit. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben nun mit Schweizer Kollegen am Beispiel von Mais herausgefunden, dass lediglich ein einziges Gen (TPS10) angeschaltet werden muss, damit der Hilferuf der Pflanze funktioniert.

Das Gen trägt demnach die Information für ein Enzym, das in der Pflanze jene Duftstoffe herstellen kann, die Wespen zu den befallenen Maispflanzen locken.

Bei einem Gen-Test flogen Wespen verstärkt zu denjenigen Pflanzen, bei denen das Gen zusätzlich eingebracht worden war und die den Duftstoff somit stark verströmten. Von der Erkenntnis erhoffen sich die Forscher neue Möglichkeiten für die biologische Schädlingsbekämpfung.

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