Berlin (sda/dpa) Gentechnisch veränderter Mais darf in Deutschland bis auf weiteres nicht angebaut und vertrieben werden. Darauf haben sich am Mittwoch die Ministerien für Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt verständigt.
Das dem Gesundheitsministerium unterstellte Robert Koch-Institut werde angewiesen, eine vor drei Jahren erteilte gentechnikrechtliche Genehmigung für den so genannten Bt-Mais auf unbestimmte Zeit ruhen zu lassen, sagte ein Sprecher des Agrarministeriums am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin.
Er begründete die Entscheidung mit neuen Untersuchungen. Danach sei nicht auszuschliessen, das der Bt-Mais die Florfliege und eine bestimmte Schmetterlingsart schädige. Ausserdem habe das Öko-Institut Freiburg in einem Gutachten Bedenken gegen die dem Mais durch einen Eingriff ins Erbgut eingebaute Antibiotika-Resistenz geäussert.
Nach der Anweisung an das Robert Koch-Institut könnte der Bt-Mais auch nach einer ursprünglich noch für diese Woche erwarteten sortenrechtlichen Zulassung durch das Bundessortenamt in Hannover nicht in Verkehr gebracht werden.
© 2009
, Postfach, 3000 Bern 14 - Tel.: +41 31 356 73 84, Fax +41 31 356 73 01
Letzte Änderung: 2004-09-17 09:35:59