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Knochenmarkszellen machen embryonalen Stammzellen Konkurrenz

London (sda/dpa) Stammzellen aus dem Knochenmark können sich gemäss neuen Studien zu fast allen Gewebearten des Körpers wie Nerven-, Muskel- oder Leberzellen entwickeln. Sie könnten damit einmal eine Alternative zu den umstrittenen embryonalen Stammzellen bieten.

Die im Tierversuch gefundenen Ergebnisse beschreibt ein US-Forscherteam um Catherine Verfaillie von der Universität Minnesota in Minneapolis in einer Online-Vorabveröffentlichung des britischen Fachjournals "Nature".

Bislang waren Wissenschafter davon ausgegangen, dass nur embryonale Stammzellen die Vielseitigkeit besitzen, sich in alle rund 200 verschiedenen Körperzellen zu entwickeln. Das US-Team ist jedoch davon überzeugt, dass die Zellen aus dem Knochenmark bei der Entwicklung von Therapien eine ethisch unbedenkliche Alternative zu den embryonalen Stammzellen darstellen.

Allerdings, so schränken die Forscher ein, seien noch viele Tests nötig, um das Potenzial dieser so genannten multipotenten adulten Vorläuferzellen aus dem Knochemark genau zu untersuchen.

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