New York (sda/dpa) Die Vereinten Nationen (UNO) haben das "heisse Eisen" eines weltweiten umfassenden Klonverbots wieder aufgegriffen.
Den 191 UNO-Mitgliedsstaaten lagen am Donnerstag zum Auftakt einer zweitägigen Debatte im UNO-Rechtsausschuss zwei Resolutionsentwürfe vor. Der erste, von Costa Rica eingebracht und von den USA sowie bis zu 60 anderen Staaten unterstützt, würde das Klonen menschlicher Zellen grundsätzlich verbieten.
Costa Ricas Aussenminister Roberto Tovar fragte die UNO-Vollversammlung in seiner einleitenden Rede: "Wir waren doch alle einmal Embryos. Wie können wir denn jetzt Embryos zerstören, nur um unseren Forscherdrang zu befriedigen?"
Der andere Entwurf verbietet nur das reproduktive Klonen neuer Menschen, nimmt aber das therapeutische Klonen vorerst von dem Verbot aus. Von Belgien eingebracht, wird diese Initiative von Grossbritannien, Frankreich, China, Südkorea, Singapur und etwa 20 weiteren Ländern gefördert.
Sie beruft sich darauf, dass die Forschung mit embryonalen Stammzellen viel versprechend erscheint und fortgesetzt werden sollte.
Zahlreiche Studien lassen hoffen, dass Therapien mit geklonten Stammzellen einmal einige der schwersten Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Herzleiden und Querschnittslähmungen durch Rückgratverletzungen heilen könnte.
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Letzte Änderung: 2004-11-08 17:30:28