Paris (sda/dpa) Französische Forscher haben gentechnisch veränderte Bakterien hergestellt, die Symptome chronischer Darmentzündungen lindern können. Im Tierversuch verringerten die veränderten Lactobazillen die Produktion entzündungsfördernder Verbindungen.
Zugleich riefen sie eine höhere Zahl entzündungshemmender Prozesse hervor. Die Ergebnisse lassen nach Angaben der Forscher den Schluss zu, dass gentechnisch veränderte Bakterien auch Menschen mit den chronischen Darmentzündungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn helfen könnten.
Das Team um Corinne Grangette vom Institut Pasteur in Lille
präsentiert seine Arbeit in der US-Zeitschrift "Proceedings of the
National Academy of Sciences" (PNAS) vom Dienstag.
Laktobazillen leben im Darm und spielen eine wichtige Rolle für die
Gesundheit des Menschen.
In Verbindung mit Immunzellen beeinflussten die Bakterien bei Mäusen die Produktion verschiedener Stoffe, die bei Entzündungen eine Rolle spielen. Symptome wie Darmentzündung oder Durchfall wurden nach Angaben des Teams stark vermindert.
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Letzte Änderung: 2005-11-15 00:00:00