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Südkoreanische Forscher klonen erstmals einen Hund

Seoul/London (sda/dpa) Einem südkoreanischen Forscherteam um Tiermediziner Hwang Woo Suk ist es erstmals gelungen, einen Hund zu klonen. "Snuppy", ein afghanischer Windhund, entstand aus der Körperzelle eines erwachsenen Artgenossen.

Das Team um Hwang von der Seouler Nationaluniversität präsentiert diesen Donnerstag den ersten Klonhund im Wissenschaftsmagazin "Nature" (Bd. 436, S.641). Das Klonen von Hunden galt bisher als sehr schwierig. Die Forscher erhoffen sich von den Experimenten einen Nutzen für die Tierzucht.

Bei den Versuchen der Südkoreaner waren zunächst zwei identische genetische Kopien eines männlichen afghanischen Windhundes lebend geboren worden. Eines der Klontiere starb jedoch 22 Tage nach der Geburt an einer Lungenentzündung.

120 Fehlversuche

Die Technik zur Erzeugung von Klonhunden sei immer noch sehr ineffizient, erklärt das Forscherteam: "Die beiden Hundewelpen waren das Ergebnis von 123 Übertragungen von Embryonen, die zu lediglich drei Schwangerschaften führten." Eine davon habe zu einer Fehlgeburt geführt.

Beim Klonen des Windhundes gingen die Forscher nach der Methode vor, die auch für das Genschaf "Dolly" angewandt wurde. Das Schaf kam 1997 als weltweit erstes Säugetier zur Welt, das aus einer Körperzelle eines erwachsenen Artgenossen geklont wurde.

Dabei wird das Erbgut aus einer Körperzelle entnommen und in eine Eizelle gegeben, der zuvor der Zellkern entfernt wurde. Diese wird dann in die Gebärmutter eines anderen Tieres eingepflanzt. Nach der "Dolly-Technik" sind inzwischen zahlreiche Klontiere entstanden.

Umstrittene Stammzellenforschung

Hwang sorgte insbesondere durch seine umstrittene Stammzellenforschung weltweit für Aufsehen. Im März dieses Jahres war bekanntgeworden, dass die Forscher aus geklonten Embryonen auch Stammzellen nach Mass für schwer kranke Patienten gewonnen hatten. Die Forscher hoffen, dass sie so einmal Gewebe herstellen können, das kranke Zellen ersetzt.

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