Frankfurt/Main (sda/dpa) Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen sind im vergangenen Jahr weltweit auf rund 90 Millionen Hektaren angebaut worden.
Wie die internationale Biotechnik-Agentur ISAAA am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, stieg die Fläche seit dem ersten kommerziellen Anbau solcher Pflanzen 1996 um mehr als das Fünfzigfache. Entwicklungsländer stellten inzwischen mehr als ein Drittel der globalen Anbaufläche.
Insgesamt bauten rund 8,5 Millionen Landwirte in 21 Ländern so genannte transgene Pflanzen an, die mit artfremden Genen zum Beispiel unempfindlich gegen Spritzmittel oder Schädlinge gemacht wurden.
Sojabohnen bleiben mit einem Anteil von 60 Prozent die wichtigste transgene Ackerfrucht. In Brasilien vergrösserte sich ihre Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um 88 Prozent auf rund 9,4 Millionen Hektaren. Erstmals wurde 2005 nach Angaben von ISAAA gentechnisch veränderter Reis kommerziell angebaut, und zwar in Iran.
Der ISAAA-Vorsitzende Clive James erwartet einen weiteren Anstieg der Anbaufläche in den nächsten Jahren, insbesondere in Entwicklungsländern. Auch China werde künftig transgenen Reis anbauen. Ausserdem sei die Einführung neuer Produkte zu erwarten, etwa Pflanzen zur Herstellung von Biokraftstoffen. ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications) ist nach eigenen Angaben eine gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, durch Nutzung pflanzenbiotechnologischer Anwendungen zur Bekämpfung von Hunger und Armut beizutragen.
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Letzte Änderung: 2007-06-28 07:34:00