Brüssel (sda/dpa/apa) Neuartige Therapien sollen künftig nur ein einziges Zulassungsverfahren für alle 27 EU-Staaten durchlaufen. Darauf einigten sich am Donnerstag die EU-Gesundheitsminister in Brüssel.
Das neue EU-Gesetz, dessen Formulierung zuvor mit dem EU-Parlament abgesprochen worden war, soll die einheitliche Qualität von neuartigen Therapien sicherstellen und den Unternehmen Zeit und Kosten sparen.
Forscher erhoffen sich von somatischen Gen- und Zelltherapien Heilungschancen für Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder Krebs. "Patienten und Industrie haben auf diese Regulierung all zu lange gewartet", äusserte sich EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou zufrieden über die Einigung.
Kritiker befürchten allerdings, dass die EU-Arzneimittelagentur (EMEA) in London eines Tages auch ethisch umstrittene Therapien, etwa mit embryonalen Stammzellen, erlauben könnte.
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Letzte Änderung: 2007-05-31 17:20:00