Sojabohne mit Allergen
Aussage: Um Sojabohnen mit höherem Methionin-Gehalt zu entwickeln (Methionin ist eine für den Menschen essentielle Aminosäure), hat die amerikanische Firma Pioneer Hi-Bred International ein bestimmtes Gen der Paranuss, das für ein methioninreiches Eiweiss codiert, in die Sojabohne eingeführt. Nach Vermarktung dieser Sojabohne als Lebensmittel haben andere Forscher entdeckt, dass das Produkt des eingeführten Gens beim Menschen starke Allergien hervorruft. Schliesslich hat die Firma die Sojabohne vom Markt zurückgezogen.
Stellungnahme: "Korrekt ist, dass Pioneer Hi-Bred International eine transgene Sojabohne entwickelte, mit dem Ziel, deren Methioningehalt zu erhöhen. Ebenso richtig ist, dass das in die Sojabohne eingebrachte Gen aus der Paranuss stammte und in der Sojabohne in ein kleines Eiweiss mit hohem Methioningehalt umgewandelt wurde. Die transgene Sojabohne sollte als Tierfutter verwendet werden, um das Zufügen von Methionin zum Tierfutter einsparen zu können. Pioneer Hi-Bred bedachte die Möglichkeit, dass das Nussprotein trotzdem in die menschliche Nahrungskette gelangen könnte und liess deshalb untersuchen, ob das Paranuss-Genprodukt allergene Eigenschaften hat. Nachdem die Untersuchungen dessen allergenes Potential bestätigten, stellte die Firma dieses Züchtungsprogramm umgehend ein. Die Sojabohne kam also gar nie auf den Markt. Dieses Beispiel zeigt, dass das Allergierisiko bei transgenen Produkten präzise geprüft werden kann und auch geprüft wird."
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Letzte Änderung: 2004-09-21 16:09:16