Tierversuche
Aussage: Versuche mit transgenen Mäusen bringen keinen Gewinn für die Humanmedizin, weil die daraus gewonnenen Resultate nicht auf den Menschen übertragbar sind.
Stellungnahme: "Die Forschung kommt heute nicht ohne Tierversuche - und insbesondere nicht ohne transgene Tiere - aus. In 70% der Versuche betreffend infektiöse Krankheiten und Immunabwehr kann nicht auf Tiere verzichtet werden. In der Immunologie können 99% der aus Versuchen mit Mäusen gewonnenen Erkenntnisse auf den Menschen übertragen werden. Nun mag das eine Prozent stören. Aber deswegen in allen übrigen Fällen die Parallelen nicht gelten zu lassen, halte ich nicht für richtig. Selbstverständlich: Keine ernstzunehmende Forscherin und kein ernstzunehmender Forscher wird je behaupten, dass die aus Tierversuchen gewonnenen Resultate eins zu eins auf den Menschen übertragbar seien. Der Tierversuch ist nicht immer eine optimale Simulation des menschlichen Organismus und der menschlichen Krankheit. Bis heute ist er aber die bestmögliche Annäherung an Phänomene, die ganze biologische Systeme betreffen. Mit Hilfe von Zell-, Gewebe- und Organkulturen oder niedrigen Organismen (z.B. Bakterien) sowie Computersimulationen können zwar wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, ob diese für die Medizin verwertbar sind, zeigt sich aber erst am lebenden Gesamtorganismus im Zusammenspiel aller biologischen Prozesse. Deshalb setzt die Wissenschaft Versuchstiere ein. Die einzige Alternative dazu wäre der Versuch am Menschen, was unverantwortbar und deshalb ausgeschlossen ist."
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Letzte Änderung: 2004-09-21 16:09:16