Gentechnik
Wissenschaft, die sich mit der Untersuchung, der Isolierung und der Neukombination von Erbmaterial (→DNA) befasst.
Die Umstellung von fossilen Ausgangsstoffen auf der Basis von Erdöl und Erdgas auf nachwachsende Rohstoffe ist weltweit eine Herausforderung. Zwei flüssige Biotreibstoffe sind bereits breit auf dem Markt: Biodiesel und Bioethanol. Dieselmotoren wurden ursprünglich für den Betrieb mit pflanzlichen Ölen entwickelt, etwa mit Rapsöl. Eine Idee, die nun erneut aufgegriffen wird. Zur Gewinnung von Bioethanol (Alkohol) werden stärkeund zuckerhaltige Pflanzen vergärt. In mehr als 30 Ländern wird heute Bioethanol in grossem Stil aus Biomasse gewonnen. In Brasilien liegt der Marktanteil von Bioethanol am gesamten Kraftstoffverbrauch schon bei 16 %. In Europa hat Schweden die Vorreiterrolle inne.
Die
Gentechnik unterstützt die Produktion von Biokraftstoffen zweifach. Einerseits hilft sie, geeignete Pflanzensorten zu züchten. In den USA wird ein GV-Mais erprobt, der in den reifen Körnern ein Stärke spaltendes Enzym produziert, das die Körner vorverdaut. Dadurch kann bei der Ethanolherstellung ein Viertel der Energie eingespart werden. Zudem sind dank Gentechnik Enzyme in grossen Mengen herstellbar. Um bisher nicht nutzbare (Abfall-)Stoffe wie Stroh, Maisstängel oder Holzabfälle für die Gewinnung von Biokraftstoff zu nutzen, muss die Cellulose in den Pflanzen enzymatisch aufgeschlossen werden. Die billige Produktion geeigneter Enzyme in GV-Mikroorganismen ist die Voraussetzung dafür.
© 2009
, Postfach, 3000 Bern 14 - Tel.: +41 31 356 73 84, Fax +41 31 356 73 01
Letzte Änderung: 2008-11-21 11:04:59