Die Nanotechnologie beschäftigt sich mit dem fast unvorstellbar Winzigen. Ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter. In der Nanowissenschaft wird untersucht, wie Atome und Moleküle als Bausteine benutzt werden können, um Materialien und Strukturen mit neuen Eigenschaften hervorzubringen. Die
Nanobiotechnologie ist ein Teilgebiet der Nanowissenschaften. Sie befasst sich mit Biomolekülen, dazu gehören DNA, Proteine,
Hormone und
Antikörper. Durch die neuen Erkenntnisse erhofft sich die Forschung vor allem Fortschritte in der Medizin. Da viele Krankheiten im Bereich der Moleküle entstehen, führen Untersuchungen auf der Nanoebene zu rascheren Diagnosen. Dies hilft, Krankheiten bereits im Frühstadium nachzuweisen, etwa
Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Infektionen mit Viren. Doch auch neuartige Therapien mit Hilfe von Biomolekülen werden entwickelt. Weltweit arbeiten Forscherinnen und Forscher daran, Nanoteilchen als Transportmittel für Medikamente zu gebrauchen. Der Wirkstoff wird in einen Nanocontainer verpackt und erst am Einsatzort freigelassen. Damit die Nanoteilchen an den richtigen Ort gelangen, werden sie auf der Aussenhülle mit speziellen Molekülen versehen, beispielsweise Antikörpern. Auf diesen Gebieten wird heute intensiv geforscht. Klinische Anwendungen sind allerdings noch in weiter Ferne.