Zur Diagnose von Infektionskrankheiten müssen Erreger aus dem Blut, Urin oder Stuhl des Patienten oder der Patientin gezüchtet oder spezifische
Antikörper identifiziert werden. Diese Verfahren sind teilweise sehr langwierig. Heute kommen oft gentechnische Verfahren zum Einsatz, die das Erbmaterial des Erregers nachweisen. Diagnosen können so schneller und zuverlässiger gestellt werden. Ein Beispiel: Zwischen dem Zeitpunkt einer
HIV-Infektion und dem nachweisbaren Auftreten von HIV-Antikörpern können einige Wochen verstreichen. Demgegenüber ist der gentechnische Test, bei dem DNAStücke des HI-Virus aufgespürt werden, bereits kurze Zeit nach der Ansteckung zuverlässig.
Auch wenn der Erreger bekannt ist, ist die Anwendung gentechnischer Methoden hilfreich. Die Analyse der HI-Viren zeigt beispielsweise, ob es sich um eine genetische Variante des Virus handelt, die gegen bestimmte Medikamente resistent ist. Dadurch kann die Behandlung angepasst werden.
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Letzte Änderung: 2008-11-20 12:49:10