Chromosom
Unter dem Mikroskop sichtbare, im →Zellkern zu Stäbchen aufgeknäulte →DNA. Der Mensch hat 46 Chromosomen bzw. 23 Chromosomen-Paare pro →Zelle.
Dominanter Erbgang
Vererbung eines →Allels, das sich gegen ein →rezessives Allel durchsetzt und als Körpermerkmal erscheint. Dominante Allele zeigen sich im →Phänotyp immer.
Evolution
Entwicklung aller Lebewesen aus einfachen Urformen nach dem Prinzip der natürlichen Auslese: Aufgrund ihrer →Gene und ihres Verhaltens besonders gut angepasste Organismen überleben eher und haben daher mehr Nachkommen.
Genom
Gesamtheit der Erbinformation, d.h. aller →Gene, einer →Zelle oder einer Art.
Mutation
Spontane oder durch äussere Einflüsse (z.B. Strahlung, Chemikalien) erzeugte Veränderung des Erbmaterials.
Rezessiver Erbgang
Vererbung von →Allelen, die nur als Merkmal erscheinen, wenn sie in doppelter Kopie vorliegen, da sie von →dominanten Allelen unterdrückt werden.
2 Medizin
2.6 Vererbung
Das Ehepaar Schneider ist besorgt. Sie wissen, dass sie Träger der Erbanlage für cystische Fibrose sind. Von dieser
rezessiven Krankheit ist eine von 2500 Personen betroffen. Ob das Kind, das sie erwarten, auch dazugehört? Betroffene leiden an einer Verschleimung der Lungen, was zu Atemproblemen und schweren Entzündungen führt. Ob der Fötus das mutierte Gen trägt, kann mit einem Gentest geprüft werden. Schneiders sind unsicher, ob sie das wollen. Sie hoffen, im Gespräch mit einer Fachperson für medizinische Genetik Klarheit zu erhalten.

Familienmitglieder gleichen sich. Kinder sehen aber nie gleich aus wie ihre Eltern. Der Grund liegt in der Neukombination der elterlichen Gene bei der Vererbung. Beide Elternteile liefern in der Ei- bzw. Samenzelle einen halbierten
Chromosomensatz. Durch die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle erhält das Kind wieder ein vollständiges
Genom. Entscheidend ist, dass Gene in verschiedenen Varianten vorliegen können, man spricht von Allelen. Beim Gen, das die Blutgruppe bestimmt, unterscheidet man z.B. drei Allele: A, B, Null. Da wir Gene vom Vater und von der Mutter erben, liegt jedes Gen zwei Mal vor - die Allelausprägung kann zwei Mal gleich oder verschieden sein, also z.B. AA oder A0. Das
dominante Allel A setzt sich gegenüber dem rezessiven Allel Null durch. Ein Kind mit den Allelen A und Null hat daher die Blutgruppe A. Blutgruppe Null tritt nur auf, wenn das Kind zwei Allele Null geerbt hat.
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dominanter Erbgang:
Beim dominanten Erbgang ist das Kind betroffen, sobald eine der beiden Genkopien in der Zelle das defekte Gen trägt. Dieses kann von einem betroffenen Vater oder von einer betroffenen Mutter vererbt werden. Im Durchschnitt erkrankt jedes zweite Kind. Ein Beispiel für eine dominant vererbte Krankheit ist die Huntington-Krankheit.
rezessiver Erbgang:
Im Fall des rezessiven Erbgangs müssen die Chromosomen beider Eltern die Mutation aufweisen und ans Kind vererbt werden. Im Schnitt erkrankt jedes vierte Kind. Jedes zweite Kind erbt nur ein mutiertes Gen und kann die Krankheit weitervererben, obwohl es gesund ist. Es ist Träger einer defekten Genkopie. Die cystische Fibrose ist ein Beispiel für eine rezessive Erbkrankheit.
Mutationen als Motor der Evolution
Jedes Gen besteht aus DNA-Bausteinen in einer bestimmten Reihenfolge. Wird diese geändert, ist das Gen mutiert, was zu einer Krankheit führen kann.
Mutationen entstehen durch Kopierfehler bei der Zellteilung oder infolge von äusseren Einflüssen wie radioaktiver Strahlung. Ab und zu verändert eine Mutation ein Gen so, dass ein verbessertes Eiweiss entsteht. Zum Beispiel ein Protein, das mehr Sauerstoff speichern kann. Dadurch wird das Lebewesen fitter. Im Laufe der
Evolution haben Mutationen zu neuen Lebensformen geführt. Tiere mit einer Genveränderung für weisses Fell hatten beispielsweise einen Vorteil in schneebedeckten Gebieten und bildeten mit der Zeit eine neue Art.
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Letzte Änderung: 2009-03-06 15:12:53