Folie 3
![]() |
Im Zellkern befindet sich das Erbmaterial in Form von geknäuelten Erbfäden, den sogenannten Chromosomen. Nicht alle Lebewesen haben gleich viele Chromosomen in ihren Zellen. Ein Mensch zum Beispiel hat in jeder Zelle 46 Chromosomen, eine Katze 38 und ein Kohl 18. Eine Hälfte der Chromosomen stammt jeweils von der Mutter und die andere kommt vom Vater. |
![]() |
Würde man die 46 geknäuelten Erbfäden (Chromosomen) eines Menschen auseinanderziehen und aneinanderreihen, käme man pro Zelle auf eine Länge von etwa zwei Meter. Bedenkt man, dass der Körper einer erwachsenen Person aus zirka 60 Billionen Zellen aufgebaut ist, addiert sich die Länge des gesamten menschlichen Erbmaterials auf gewaltige 120 Milliarden Kilometer. Damit liesse sich die Erde 3 Millionen Mal umwickeln. Die chemische Bezeichnung des Erbmaterials ist Desoxyribonukleinsäure oder kurz DNS. |
![]() |
Die DNS des Menschen ist unterteilbar in rund 100'000 Abschnitte. Diese Abschnitte nennt man Erbfaktoren oder auch Gene. |
![]() |
Gene sind wie Bauanleitungen für die Herstellung von Gen-Produkten, den sogenannten Proteinen. Das Insulin-Gen speichert also zum Beispiel die Information für die Herstellung des Insulin-Proteins und das Hämoglobin-Gen jene für die Herstellung des Hämoglobin-Proteins. Jedes Protein hat im Körper eine ganz bestimmte Aufgabe zu erledigen. Insulin zum Beispiel meldet den Leberzellen, wann überschüssiger Zucker aus dem Blut entfernt werden muss. Oder das Hämoglobin, welches sich in den roten Blutkörperchen befindet, transportiert Sauerstoff aus den Lungen in andere Organe. |