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| Die Larve des Maiszünslers ist bei den Maisbauern sehr gefürchtet. Wen wundert's: Kaum aus den Eiern geschlüpft, bohrt sie sich in den Stengel der Maispflanze ein und frisst sich dann bis zu ihrer Verpuppung buchstäblich durch die Pflanze hindurch. Die Schäden, die die Zünslerlarve verursacht, sind enorm. Sie vernichtet weltweit 7% der Maisernte. Das sind 40 Millionen Tonnen Mais pro Jahr. In manchen Gegenden Nordamerikas und Europas werden sogar 20% der Ernte durch die Zünslerlarve zerstört. |
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| Das Bodenbakterium Bacillus thuringiensis (Bt) produziert ein Eiweiss, das auf bestimmte Insektenlarven tödlich wirkt. Wenn eine Falterlarve das Bakterium frisst, nimmt sie das von ihm produzierte Bt-Eiweiss auf. Dieses wird in ihrem Darm gespalten. Dabei entsteht ein neues Eiweiss, das im Darm der Falterlarve Löcher macht und sie verhungern lässt. In der Landwirtschaft - auch im Biolandbau - wird die sehr spezifische Wirkung der Bt-Eiweisse zur Bekämpfung von Schädlingen schon seit etwa 40 Jahren genutzt. Zu biologischen Spritzmitteln verarbeitet, werden sie zum Beispiel im Gemüsebau gegen die Raupe des Kohlweisslings oder jene des Kartoffelkäfers und im Maisanbau gegen die Zünslerlarve eingesetzt. Aus ökologischer Sicht sind Bt-Eiweisse ideal: Im Boden zersetzen sie sich sehr schnell zu harmlosen Substanzen. Ein Nachteil dieser Anwendung: Ist die Zünslerlarve einmal im Stengel, ist sie vor den Bt-Spritzmitteln geschützt. |