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Mit Hilfe der Gentechnologie kann man ein Bakterium derart verändern, dass es ein Medikament produziert, z.B. Insulin. Insulin ist ein Hormon, das in bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse eines gesunden Menschen produziert wird. Es ist dafür verantwortlich, dass nicht zuviel Zucker im Blut ist. Manche Menschen produzieren zuwenig Insulin und haben deshalb zuviel Zucker im Blut. Darum heisst diese Krankheit Zuckerkrankheit. Schwer zuckerkranke Menschen müssen täglich Insulin spritzen, um gesund leben zu können. Früher wurde das Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Rindern oder Schweinen gewonnen. Heute wird es gentechnisch hergestellt. Das funktioniert so:
Die Gentechnologin nimmt eine menschliche Zelle und isoliert daraus das gesamte Erbmaterial (DNS). Dieses besteht beim Menschen aus etwa 100'000 Genen (Erbfaktoren). Eines davon ist das Insulin-Gen. Mit den geeigneten "biologischen Scheren" kann das Insulin-Gen herausgeschnitten werden. Wenn die Gentechnologin das geschafft hat, muss sie das Insulin-Gen in ein Bakterium einschleusen. Dazu nimmt sie aus dem Bakterium ein kleines, ringförmiges Erbmaterial heraus, das sogenannte Plasmid, und zerschneidet dieses an einer Stelle.