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Der Provitamin-A-Gehalt in der Schale ist 1'000 mal zu niedrig, um den Tagesbedarf zu decken. Hinzu kommen zwei wichtige Gründe, weshalb Reis geschält wird: Die Zubereitung ungeschälter Reiskörner benötigt dreimal soviel Energie wie die geschälter. Zudem enthält die Schale einen hohen Anteil an fetten Ölen. Werden diese vor der Lagerung nicht entfernt, wird der Reis bei tropischem Klima sehr schnell ranzig und damit ungeniessbar.
Kann man eine Reispflanze mittels Gentechnologie dazu bringen, im Reiskorn selbst Provitamin-A herzustellen, fragte sich ein Forscherteam der ETH Zürich und machte sich an die Arbeit. Mittlerweile produzieren Reiszellen in ihren Labors Provitamin-A und in ihren Gewächshäusern blüht gentechnisch veränderter Reis. Wohl dauert es noch ein paar Jahre, bis die Reisbauern in den Entwicklungsländern lokale, vitaminreiche Sorten anpflanzen können. Doch besteht erstmals berechtigte Hoffnung, Millionen von Menschen auf einfachem Weg vor schweren Vitamin-A-Mangelkrankheiten zu schützen - mit einem gentechnisch verbesserten Reiskorn.