Forscher / Forscherin des Monats

Forscher / Forscherin des Monats

Prof. Andreas Plückthun, Biochemisches Institut, Universität Zürich

Juli 2018
Die gezielte Bekämpfung von Krebs stellt Forschende vor grosse Herausforderungen. Effektive Therapieansätze sind gefragter denn je. Das Forschungsteam um Professor Andreas Plückthun vom Biochemischen Institut der Universität Zürich hat sich diesem Problem angenommen und ein Virus so umgebaut, dass es für die Gentherapie gegen Krebs eingesetzt werden kann. Für seine herausragende Forschungsleistung im Bereich des Protein-Engineerings erhielt Andreas Plückthun mehrere Auszeichnungen und Preise.

Prof. Michele De Palma, Swiss Institute for Experimental Cancer Research (ISREC), École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL)

Mai 2018
Die Krebsimmuntherapie ist der Hoffnungsträger der modernen Krebsbekämpfung. Der Clou: das eigene Immunsystem zu stimulieren, um Krebszellen gezielt zu vernichten. Bisher wirken Krebsimmuntherapien jedoch nur bei einer Minderheit von Krebspatienten. Michele De Palma hat sich auf dieses Gebiet spezialisiert. Seine Forschungsresultate spielen eine wichtige Rolle beim Verständnis der Interaktion zwischen Immunzellen und Krebs. Für seine herausragende Forschungsleistung wurde er im Jahr 2017 mit dem mit 100’000 CHF dotierten Robert Wenner-Preis ausgezeichnet.

Prof. Niko Beerenwinkel, Department of Biosystems Science and Engineering, ETH Zürich

Februar 2018
Eine grosse Herausforderung in der heutigen Zeit ist die Analyse und Interpretation von genomischen Daten, die immer zahlreicher generiert werden, um diese dann zum Vorteil für die Medizin zu nutzen. Mathematische und statistische Modelle bilden die Grundlage für die computerbasierte Auswertung von Genomdaten. Niko Beerenwinkel und seine Gruppe versuchen mit ihren Modellen biomedizinische Fragen zu beantworten. Kürzlich veröffentlichte die Gruppe zwei Studien, die in Zukunft die Wahl des richtigen Arzneimittels entscheidend erleichtern können.

Prof. Emmanouil T. Dermitzakis, Department of Genetic Medicine and Development, University of Geneva Medical School

Dezember 2017
Jede menschliche Zelle enthält unser gesamtes Erbgut, das aus 6,54 Milliarden Nukleinbasen (A, C, G, T) aufgebaut ist. Die Abfolge dieser Bausteine spielt dabei eine bedeutende Rolle. Genetische Varianten wirken sich auf unser Erscheinungsbild aus, und liegen diese in einer Region, die eine bestimmte Funktion ausübt, kann dies unsere Gesundheit beeinflussen. Prof. Dermitzakis und seine Gruppe erforschen solche genetischen Varianten und suchen nach einem kausalen Zusammenhang zwischen diesen und komplexen Krankheiten wie Diabetes oder Krebs. Die Publikationen von Prof. Dermitzakis gehören zu den meistzitierten auf seinem Gebiet und er wurde mehrfach für seine Forschungsarbeit ausgezeichnet.

Prof. Dr. Paola Picotti, Institut für Molekulare Systembiologie, ETH Zürich

November 2017
Für die Früherkennung neurodegenerativer Krankheiten kommen immer häufiger neue diagnostische Werkzeuge zum Einsatz. Die Forscherin Paola Picotti entwickelte eine neue und vielversprechende Technologie im Bereich der Targeted Proteomics, die eine schnelle Identifizierung und Quantifizierung von spezifischen Proteinen in komplexen Organismen erlaubt und zur Aufklärung dieser Krankheiten beiträgt. Paola Picotti ist eine weltweit anerkannte Wissenschaftlerin im Bereich der quantitativen Biologie. Im Oktober 2017 wurde sie zur ausserordentlichen Professorin für Molekulare Systembiologie an der ETH Zürich ernannt. Ihre Arbeiten wurden bereits mit dem Latsis-Preis der ETH Zürich und einem ERC Starting Grant gewürdigt.

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